Irgendwo zwischen Grey Gardens und La Piscine liegt Avelan. Die Ruhe dort ist aufregend, die Stille nie leise, die Nächte sind nicht lang, aber tief; Dora Maar und Marquis de Sade die Geister der Gegend. Ich kam von der Begegnung mit dem Tod am Nachmittag in der Arena in Arles in eine Gemeinschaft Fremder, die Freunde wurden, an diesen magischen Ort, an dem man den Dingen und Gedanken auf die Spur kommt. Danke, Oliver, Carolina, Eva, Jonathan, Katja, Marion, Ricarda, Jan und Zelal – für diesen Frühling

Pola Sieverding ist Künstlerin und Kuratorin. Sie studierte an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, am Surikov-Institut in Moskau und schloss als Meisterschülerin an der Universität der Künste Berlin ab. In Fotografie, Film und Video entwickeln ihre Arbeiten eine vielschichtige Bildsprache, in der der Körper – menschlich wie nicht-menschlich – als Medium historischer Narrative und gesellschaftlicher Diskurse erscheint. Zentral ist dabei die Metapher von Skin und Screen, von Haut und Projektionsfläche, die auch Architekturen, Pflanzen oder Tiere einschließt. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, u. a. in New York, Los Angeles, Berlin, Lissabon, Seoul, Wien, Dubai und Quito. Sie lehrte an der Akademie der Bildenden Künste München sowie an der International Academy of Art Palestine und ist Gründungsmitglied der düsseldorf photo+ Biennale for Visual and Sonic Media, deren Künstlerische Leitung sie 2020, 2022 und 2024 mitverantwortete.
Während der Residency arbeitet sie an der fotografischen Serie Duende, in deren Mittelpunkt die Figur des Toreros steht. Die Arbeit nähert sich der Corrida als ritualisierter Begegnung von Mensch und Tier und konzentriert sich auf einzelne Momente von Bewegung, Sinnlichkeit sowie die Präsenz von Leben und Tod.
Foto Credit: Jost Wischnewski